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6.9.2010 : 19:51 : +0200

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Paddeltour auf der Niers 2009

Nach dem Unterrichtsende war am Freitag, dem 2. Oktober auf dem Parkplatz des BK Alsdorf ein ungewohntes Schauspiel zu beobachten: Eine ganze Reihe von Kollegen programmierte die Navigationsgeräte. Sollte die Schulwoche so extrem hart gewesen sein, anstrengend und nervenaufreibend, dass man für die eigentlich bekannte und gewohnte Route heim doch lieber auf technische Hilfsmittel zurückgriff? Weit gefehlt! Die Kollegen gaben als Ziel das reizvolle, als historisch bedeutsames Städtedenkmal sehenswerte Örtchen Wachtendonk ein, um dort auf der Niers per Kajak, Kanu, Kanadier und Schlauchboot eine gemeinsame Paddeltour zu unternehmen.

Harald Hillermann vom Festausschuss hatte die Idee, das kollegiale Gespräch mit einer reizvollen sportlichen Einlage zu verbinden und deshalb in diesem Jahr zum Wassersport eingeladen. Etwa 9 Kilometer Flusslauf galt es paddelnd, gestärkt durch Bier und andere kleine Muntermacher zu bewältigen. Der Termin im Spätsommer oder genauer: im beginnenden Herbst war mit Bedacht gewählt, denn bei strahlender Sonne kann es auf dem Wasser schon arg heiß werden. In diesem Fall spielte aber sogar das Wetter mit, während der rund zweistündigen Tour auf dem Flüsschen hielt Petrus seine Schleusen dicht; deshalb kamen die Kollegen trocken ans Ziel, feuchte Flecken verursachten lediglich die tropfenden Paddel oder umgefallene Bierflaschen. 

Beim Einlaufen der Boote an der Anlegestelle zeigte sich Kahn für Kanu, dass diese Idee offenbar alle begeistert hatte. Als herrlich beschrieben sie das Erlebnis, sich ganz sanft, ohne störende Motorgeräusche, geleitet nur vom gemächlichen Glucksen der Niers an Bordwand und Schlauchwulst durch die Natur treiben zu lassen, die Paddel wurden wegen der Strömung eigentlich eher zum Lenken gebraucht als dass sie sportlichem Ehrgeiz dienten. Gegen Ende der Tour schwammen die Boote an der Ruine der 1608 zerstörten Burg vorbei, die damals während der Religionskriege zugleich mit den Festungsanlagen – auch das gab es in Wachtendonk einmal! – geschleift wurde. Interessiert erkundigten sich einige Kollegen bei dem Veranstalter nach Angeboten für ähnliche Touren. 

Für den gemütlichen Ausklang hatte Harald Hillermann natürlich ebenfalls Vorkehrungen getroffen und im Bistro am Friedensplatz ein beheizbares Bierzelt reservieren lassen. Insgesamt war es eine hilfreiche Veranstaltung, bei der sich endlich einmal wieder Zeit fand außerhalb des hektischen Schul-Alltags, getaktet vom Pausengong, persönliche Gespräche zu führen über die gemeinsame pädagogische Arbeit. Und gewiss hat den Kollegen auch das reizvolle Städtchen gefallen, das seine Traditionen liebevoll pflegt, einen historischen Rundgang „Geschichte zum Anfassen“ durch den Ortskern anbietet, ein sehenswertes Heimatmuseum mit Informationszentrum des Naturparks Maas-Schwalm-Nette im „Haus Püllen“ aus dem 17. Jahrhundert und eine im Kern gotische Kirche zu bieten hat. 

03.10.2009 22:03 Alter: 338 Tage