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28.5.2017 : 18:24 : +0200

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Meldung

P.A.R.T.Y. auf der Intensivstation

40 Schülerinnen und Schüler der Klassen BFG 16, BFS1 16 und BFS2 15 des Berufskollegs Alsdorf hatten am 10.5.2017 das Glück zum Opens external link in new windowP.A.R.T.Y.-Aktionstag in die Unfallchirugie des Uniklinikums Aachen eingeladen zu sein.

Im Rahmen der weltweiten Woche der Verkehrssicherheit fand zum wiederholten Male der bundesweite „Prevent Alcohol and Risk Related Trauma in Youth“ (P.A.R.T.Y.)-Aktionstag in der Uniklinik RWTH Aachen statt. Die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, die Notaufnahme, der Zentralbereich für Physiotherapie sowie die Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care gewährten Zutritt und Einblick in ihre tägliche Arbeit.

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes stellen Verkehrsunfälle bei Jugendlichen die häufigste Ursache für schwere und tödliche Verletzungen dar. Damit sind sie die größte Risikogruppe auf deutschen Straßen. Unfallstatistiken belegen, dass die Unfallursachen bei den jüngeren Verkehrsteilnehmern immer wieder die gleichen sind: fehlende Fahrpraxis, Überschätzung, bewusste Nachlässigkeit, beispielsweise durch Handynutzung am Steuer, risikoreiches Verhalten sowie Alkohol und Drogen. Aus diesem Grund hat die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e. V. (DGU) das Präventionsprogramm „P.A.R.T.Y.“ ins Leben gerufen. An diesen deutschlandweiten Projekttagen können die Jugendlichen hautnah miterleben, welche weitreichenden Folgen ein Unfall, bedingt durch risikoreiches Verhalten, auch über die Zeit im Krankenhaus hinaus haben kann – mit dem Ziel, die Schüler für die Risiken im Straßenverkehr zu sensibilisieren, aber auch zu lernen, wie sie wohlüberlegte Entscheidungen in Risikosituationen treffen, um sich achtsam zu verhalten.

Das Programm beinhaltete zunächst einen Vortrag von einem Unfallchirurgen über ein Patienten-Traumata, anschließend durchliefen die Schüler verschiedene Stationen. Beim sogenannten Trauma-Rundgang durch die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Uniklinik RWTH Aachen erfuhren die 15- bis 18-Jährigen, wie die Versorgung von schwerverletzten Unfallopfern abläuft: vom Rettungswagen oder dem Hubschrauber in den Schockraum, von der Intensivstation über die Normalstation und die physiotherapeutische Betreuung. Auf den verschiedenen Stationen lernten die Jugendlichen akut Verletzte oder ehemals Schwerverletzte kennen und konnten in Gesprächen erfahren, wie sich ihr Leben durch einen schweren Unfall verändert hat und welche verheerenden körperlichen und seelischen, aber auch familiären oder beruflichen Folgen dieser mit sich bringt.