BK Alsdorf
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Meldung

Willkommen und Abschied

- leider verlässt Werner Wipprecht das BKA

Bitter ist es immer wieder, einen lieben Kollegen verabschieden zu müssen, wenn auch nur in den ja nun wirklich wohlverdienten Ruhestand. An der erstaunlich großen Runde der zur Verabschiedung erschienenen „Mitstreiter“ war auch unschwer abzulesen, wie sehr Werner Wipprechts Weggang allgemein bedauert wird, sogar eine Reihe ehemaliger Kollegen hatte sich eingefunden. Deshalb ließ es sich Thomas Becker als Schulleiter nicht nehmen, auf die Verdienste des Kollegen hinzuweisen. In nur 13 Jahren habe sich Werner Wipprecht hier im Haus um sehr viele Dinge des alltäglichen Miteinanders fürsorglich gekümmert. Typisch für ihn sei, dass er nie viel Aufhebens darum machte, wenn er irgendwelche Aufgaben oder Sachen wahrnahm, die es zu erledigen galt und sich immer rasch und geräuschlos um deren Ausführung kümmerte. In Bezug auf Werner Wipprechts Tätigkeit am BK-Alsdorf habe sich denn auch die Zahl 13 als eine wahre Glückszahl erwiesen, meinte Thomas Becker, in der Metall-Abteilung habe er sich dank profunden Kenntnisse als technisch versierter Kollege, seines Organisationstalents und seiner freundlichen Art, auch mit gewöhnungsbedürftigen „Pfleglingen“ pädagogisch einfühlsam umzugehen, anerkennende Zustimmung erworben.

Naturgemäß werden bei solchen Gelegenheiten außer Sekt und Saft, Kaffee und süßen Delikatessen – auf Einladung von der Hauptperson des Festes freilich – auch akustische Leckerbissen gereicht resp. zu Gehör gebracht. Und um ganz perfekt auftreten zu können, übte der kollegiale Chor noch einmal in Gegenwart des – ja wessen denn eigentlich? Einen Jubilar mag man ihn nicht nennen, Pensionär oder Rentner verbot sich aufgrund seines jugendlichen Gemüts … des leider scheidenden Werner Wipprecht eben. Da man sich der eigenen akustischen Leistungsfähigkeit noch nicht ganz so sicher war und nicht nur auf Werner Wipprechts erwiesene Leidensfähigkeit bauen mochte, trotz Unterstützung durch eine gleichermaßen klare wie helle weibliche Stimme vom Band, bekam das anvisierte Publikum: unser Werner Wipprecht zur Sicherheit einen Lärmschutzbügel über die Ohren gesetzt. Ein bei derartigen Feiern auch nicht eben üblicher Anblick. Aber wir wissen, wir können uns auf ihn verlassen; Werner Wipprecht hat den Kollegen gegenüber stets Geduld und Gleichmut bewiesen. Die musikalische Generalprobe eines bekannten Hits in abgewandelter Form, einstudiert und auf der Gitarre begleitet von Bernhard Schlösser, fiel jedoch ermutigend aus und so konnte der zu Ehrende gleich noch ohne präventiv präservierende Maßnahmen wohltönend gefeiert werden.

Nicht nehmen ließ es sich der Kollege Arnold Klein, eine liebevolle Lobeshymne in versifizierter Form vorzutragen. Darin hob er in prachtvoll gereimten Vierzeilern noch einmal hervor, dank welcher Hilfen und Freundlichkeiten, Kenntnisse und Tipps, Handreichungen wie auch Besorgungen Werner Wipprecht sich bleibend dem Gedächtnis des Berufskollegs verbunden hat und bleiben wird. Sein eleganter und stets gepflegter Cabrio fand Erwähnung wie auch sein Faible für motorisierte Zweiräder, seine wesentliche Unterstützung beim jährlichen Lauf der Kollegen, die Tatsache, dass er gern und freigiebig Kuchen für den Teamraum der Metallabteilung spendierte, fand dankbare Erwähnung – und wird uns fehlen. Er war uns immer willkommen und wird deshalb umso schmerzlicher vermisst angesichts seines Abschieds. Gesammelt haben die Kollegen für ein wahrhaft imposantes Windspiel aus Edelstahl und dekorativen Steinen im Vertrauen auf heftigen Wind in Mönchengladbach, andere hatten zusätzlich kleine Erinnerungs-Präsente dabei. Lange wird uns diese Feier in Erinnerung bleiben, länger freilich der Kollege, wie sich bereits angesichts von Kuchen und Kaffee bei zahlreichen Gesprächen erwies: „Weißt Du noch, wie damals … wir …“