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Meldung

Ehemalige Schüler berichten über ihre Ausbildung zum MATSE am Berufskolleg Alsdorf

Am 16.09.15 erhielt das Berufskolleg Alsdorf Besuch von der RWTH.

Frau Vonhasselt berichtete zusammen mit zwei ehemaligen Informationstechnischen Assistenten, die im letzten Jahr ihr Abitur am Berufskolleg Alsdorf gemacht hatten und zurzeit im ersten Ausbildungsjahr sind, über die Ausbildung zum sogenannten MATSE (Mathematisch-Technischen Softwareentwickler).

Der MATSE ist ein dualer Studiengang, der eine praktische Ausbildung und ein Bachelor-Studium beinhaltet. Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester und etwa 70% aller Studierenden schaffen den Abschluss in dieser Zeit.

Das Gehalt variiert abhängig vom Unternehmen, in dem gearbeitet wird. Es beträgt im ersten Jahr für gewöhnlich zwischen 700€ und 900€. Zusätzlich gibt es ein NRW-Ticket, das in den meisten Fällen vom Betrieb bezahlt wird.

An drei Orten wird das Studium zurzeit angeboten: in Jülich gibt es 35 Plätze, in Köln 25 und in Aachen 150. In diesem Jahr gab es 130 neue Studierende, davon 20% Frauen.

Semesterferien gibt es nicht. Die Anzahl der Urlaubstage ist bei den verschiedenen Unternehmen unterschiedlich und der Urlaub muss außerhalb der Schulzeit liegen.

Im Studium verbringen die Studierenden den Montag und Dienstag in der Schule und von Mittwoch bis Freitag gehen sie in den Betrieb. In der Schule gilt Anwesenheitspflicht und der Unterricht geht von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Außerdem werden Klausuren geschrieben und Hausaufgaben aufgegeben.

Im ersten Jahr werden die Studierenden in der Schule in Gruppen je nach Vorkenntnissen eingeteilt. Später gibt es vier Wahlmodule, z. B. BWL, Robotik oder weitere Programmiersprachen.

In den letzten beiden Semestern werden die Studierenden auf die Prüfung vorbereitet. Im Betrieb bekommen die Auszubildenden eigene Projekte zugeteilt. Am Ende der Ausbildung werden die meisten Auszubildenden von ihren Unternehmen übernommen.

Weiterhin gibt es beispielsweise an der FH in Aachen und an der Universität in Maastricht  Möglichkeiten für einen Masterstudiengang.

Bewerben kann man sich beim Rechenzentrum der RWTH oder direkt bei dem für die Ausbildung gewünschten Unternehmen in der Zeit von September bis Ende Juli. Die Liste von Ausbildungsgebern ist groß. Die FH und die RWTH selbst zählen auch dazu.

Hat man einen Ausbildungsplatz, bekommt man auf jeden Fall auch einen Studienplatz. Voraussetzung ist mindestens das Fachabitur. Darüber hinaus sollte man gut in Mathematik sein, da auch ein Einstellungstest bestanden werden muss. Auch gute Englischkenntnisse sollten die Interessierten mitbringen.

Wenn man außerdem noch Spaß an logischem Denken, am Lösen von Problemen und am Arbeiten im Team hat, steht einer vielversprechenden Ausbildung nichts mehr im Wege.