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Erasmus+ in Spanien – Erfahrungen und Tipps aus Sicht zweier Schülerinnen

Zwei  Schülerinnen des Gesundheitswesens, die ihr vierwöchiges Pflichtpraktikum in einem internationalen Krankenhaus auf Gran Canaria absolvierten, stellten schon zu Beginn ihres Aufenthalts fest:

„Beim Busfahren, beim Einkaufen, im Kontakt mit den Menschen, die hier viel freundlicher sind … Bei eigentlich allem lernen wir viel! Und besonders auch über uns selbst!“ 

Auch wenn es nicht immer einfach war, sich in der Fremde - zumal ohne Sprachkenntnisse! - zurechtzufinden, war unseren beiden Schülerinnen klar, dass sie unvergessliche, wichtige Erfahrungen fürs Leben sammeln. „Wenn man das hier zuende gebracht hat, kann man stolz auf sich sein!“

Die Arbeit auf der Intensivstation mit Schwerstkranken und Sterbenden stellte emotional eine Herausforderung für die beiden Praktikantinnen dar. Aber:  „Man ist schon dankbarer für seine Gesundheit, die man sonst als selbstverständlich genommen hat.“

Auf die Frage, was die beiden Schülerinnen zukünftigen Erasmus+-Kandidaten mit auf den Weg geben würden, mahnten sie, die Vorbereitung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, d.h. sich schon vorher intensiv mit Land und Sprache zu beschäftigen, um sich vor Ort sicherer zu fühlen und auch noch mehr vom Aufenthalt zu profitieren. Schon wenige spanische Worte zu beherrschen, werde als freundliche Geste gesehen und erleichtere einem den Zugang zu den Menschen enorm. 

Durch einen Besuch im Deutschkurs unserer kanarischen Partnerschule hatten unsere Schülerinnen auch private Kontakte zu spanischen Jugendlichen geknüpft, die Deutsch lernen. Diese erlebten sie als „unheimlich fleißig und motiviert . Wenn man sieht, wie die sich hier anstrengen, dann ist man schon motivierter seine eigene Ausbildung in Deutschland nach der Rückkehr ehrgeiziger und zielstrebiger durchzuziehen.“

Da die Arbeitslosigkeit in Spanien sehr hoch ist, insbesondere auch bei den jungen Leuten (Jeder 2. junge Mensch in Spanien ist derzeit ohne Arbeit) und man auf Gran Canaria überwiegend vom Tourismus lebt, ist Deutsch für die jungen Kanaren eine sehr wichtige Zusatzqualifikation um auf „ihrer Insel“ eine Arbeit finden zu können. Insofern ist das Engagement der jungen Kanaren mehr als verständlich.

Fazit unserer beiden Erasmus+-Kandidatinnen war jedenfalls, dass sie die Entscheidung ihr vierwöchiges Praktikum auf Gran Canaria zu absolvieren, in keinster Weise bereuen. Jeder potentiellen Interessentin, jedem potentiellen Interessenten würden sie immer Mut machen wollen, „sich einfach zu trauen!“