BK Alsdorf
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Meldung

Moscheebesuch zum Kennenlernen

„Schule für Courage, Toleranz und Verständigung“ – unter diesem Motto waren für die vorletzte Schulwoche vor den Weihnachtsferien zwei Aktionstage geplant –die dann verschoben wurden.

Die Vorbereitungen und Absprachen waren für ein „Aktionsteam“ zu diesem Zeitpunkt jedoch schon soweit fortgeschritten, dass der geplante Besuch der neuerbauten Yunus-Emre-Moschee in Aachen  am 13.12.2018 durchgeführt wurde – zwar nicht, wie ursprünglich geplant, als eines von vielen Angeboten an die ganze Schülerschaft sondern mit den Klassen, die von den Kollegen an diesem Vormittag unterrichtet wurden: IT18 mit Thomas Kroll, FR18 mit Frank Lindner. Dankenswerterweise unterstützte noch Kollege Felipe Beuel mit der FR17 unsere Exkursion.

Schon vom Zug aus konnte man bei der Durchfahrt in Aachen am 40 m hohen Minarett die Moschee in der Nähe des Bahnhofs „Rote Erde“ lokalisieren. Dort begrüßte uns ein junger Imam, zuständig nicht nur für die Gebetsstunden sondern auch für die Jugend-und Schülerarbeit. Er fasste zu Beginn die Baugeschichte der Moschee zusammen. Dass der Bau länger gedauert hatte als geplant, lag zum einen daran, dass sehr viel Eigenleistung der ca. 900 Mitglieder der Gemeinde im Bau steckt. Zum anderen musste man sich immer neu um Spenden und Zuschüsse bemühen. Den gut 8,5 Mio € - teuren Bau konnte die Gemeinde ja nicht allein stemmen.

Das Ergebnis beeindruckte Schülerinnen und Schüler genauso wie die Lehrer: Ein heller Bau mit ca. 6000qm Fläche auf vier Ebenen mit dem wunderschönen, weitläufigen Gebetsraum als Zentrum. Die mit den 99 Namen Allahs kalligraphisch verzierte Glaskuppel öffnet den Raum nach oben und vermittelt den Eindruck, frei und dem Himmel ein Stück näher zu sein.

„Das ist es auch, was wir mit diesem Gebäude erreichen wollen“, so unser Gesprächspartner der Moscheegemeinde, „Es soll ein offenes, einladendes Gebäude sein für alle, die an Begegnungen, Informationen und Austausch interessiert sind.“ Einflussnahmen seitens der Türkei, gerade auch der politischen Machthaber dort, die der Ditib oft vorgeworfen wird, gäbe es in Aachen nicht und würde auch nicht akzeptiert.

Sehr schön verband er die Führung durch das Haus mit Informationen zum Islam und interessanten Gesprächen mit Muslimen und Muslimas unserer Schülergruppe.

Unser Dank für die Einblicke nach zwei erlebnisreichen Stunden wurde erwidert mit dem Dank für unser Kommen, ergänzt durch die Einladung, doch gern wieder mit Schülerinnen und Schülern des BKA die Yunus-Emre-Moschee zu besuchen.

Dies wie die Idee, auch Synagoge, Dom und Annakirche in Aachen zu besichtigen, halten wir als Vorhaben, mit solchen Inputs zur religiösen wie kulturellen Verständigung einen kleinen Beitrag zu leisten, im Hinterkopf.