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Meldung

Reisebericht Finnland

Wer war unterwegs?

Antje Kilian, Ceylan Diaboglu, Cordula Klarowski, Esther Niestroj und Gaby Thedt-Kalf (alle Teil des Multiprofessionellen Teams am BKA) in Begleitung von Finnland-Kennerin Ursula Wesch.

Was haben wir erwartet?

Zugegeben: Grüne Landschaften voller Seen, Heavy-Metall, blonde Menschen und sehr gute Ergebnisse bei PISA, das ein oder andere Finnland-Klischee geisterte durch unsere Köpfe, als wir am 19.05.2019 unseren Flug nach Helsinki über Stockholm antraten.

Als MPT-Inklusion wollten wir aber vor allem erfahren, welche Unterstützungsmöglichkeiten „die Finnen“ für Schüler_innen mit Förderbedarf kennen und nutzen.

Was haben wir gelernt?

Insgesamt ist das Schulsystem in Finnland das einer Schule für alle in den ersten 10 (Regel-) Schuljahren.
Erst danach wechseln die Schüler_innen entweder an ein Gymnasium oder ein Berufskolleg.
Doch auch im Anschluss eines Berufskollegs ist der Erwerb eines Hochschulzugangs noch möglich, wobei dies wohl eher selten der Fall ist.

Somit findet berufliche Bildung, anders als in Deutschland überwiegend in den Schulen statt, die dementsprechend mit unterschiedlichsten Unterrichtsräumen, Laboren und Werkstätten ausgestattet sind. Auch arbeiten die Schüler_innen prinzipiell freier und oftmals projektbasiert. Das ermöglicht, dass sie sich über längere Zeiträume, selbst gewählten Aufgaben widmen. Wir konnten einige Ergebnisse dieser Arbeit, beispielsweise aus der Metallbearbeitung, ansehen und waren sehr beeindruckt.

Inklusion erscheint beim KSAO ein grundlegender Bestandteil des gesamten Systems der Schule zu sein.
Barrierefreiheit und gerade auch mentale Barrierefreiheit begegnete uns an allen Stellen und von allen Seiten.
So verfügt die Schule über feste Stellen für einen Arzt, eine Psychologin und zwei Krankenschwestern, die beratend und diagnostizierend allen Schüler_innen und Lehrer_innen offen stehen.
Alle Türen Richtung Beratung und Hilfe stehen selbstverständlich offen. Zusätzlich hat das KSAO einen speziellen Raum, die Duunipaja, der den ganzen Tag für alle Schüler, die inhaltliche Hilfe benötigen, geöffnet und mit einer "special needs"-Lehrerin besetzt ist.

Welche Eindrücke nehmen wir mit nach Hause?

  • Natürlich kann man Finnland und Deutschland nicht vergleichen, alleine die Größe des Landes, die Einwohnerzahl und die Infrastruktur unterscheiden sich maßgeblich.
  • Dennoch haben uns vor allem der wertschätzende und entspannte Umgang der Lehrer_innen vor Ort mit den Schüler_innen und der offene und schülerverantwortliche Unterricht beeindruckt.

Unser Fazit:

Die Reise war für uns als MPT eine tolle Erfahrung, die uns einen anderen Blick auf Schule und Lernen ermöglicht hat. Es war absolut wertvoll diese Erfahrung zu machen und wir gehen motiviert und inspiriert an unseren Arbeitsplatz zurück! Wir möchten alle (egal ob Lehrer_in oder Schüler_in unserer Schule) ermutigen, die Möglichkeiten zu nutzen, die Erasmus bietet! Also: Unbedingt ausprobieren!